Takwak tw700 ein Gerät für alles?!

tw700 liegt gut in der HandDas deutsche Unternehmens Startup takwak hat nun nach langer Wartezeit sein neues Outdoor Smartphone auf den Markt gebracht.

Ich habe die Gelegenheit, es ausgiebig zu testen, genutzt und mich auf einige harte Geocache Touren begeben.

Zunächst aber mal die Eckdaten zum Gerät:

Funktionen:
3-plus Outdoor-Multifunktionsgerät
+ Navigation (Straße & Gelände)
+ Smartphone (900/1800 MHz)
+ Walkie Talkie
+ Innovative Gruppennavigation
Wasserdicht & staubgeschützt (IP 57)
Flexibles Kartenmodell
(Topografische Karten und Open Street Maps)
System:
Betriebssystem: Android™* 2.2.3
Prozessor: ARM Cortex A9, 533 MHz (Dual-Core)
Speicher:
intern: 1GB für Karten und Userdaten
extern: bis 32 GB per microSD™-Karte erweiterbar
Display:
8,9 cm (3,5 Zoll), resistiv, 320 x 480 Pixel
Akku:
wechselbarer, wiederaufladbarer Li-Io Akku 2700 mAh
WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.1
PMR Funk:
8 Kanäle und 38 Subkanäle mit VOX Funktion und Rauschsperre
Abmessungen:
Gewicht: 208 g (inkl. Akku)
Maße: 131 x 66,5 x 20 mm
Lieferumfang:.
4GB microSD™-Karte mit
vorinstallierten OSM-Karten
Universal-Gerätehalter
Gutschein für eine topografische Kartenkachel
Routenplanung online über www.takwak.com
Preis:
z.Zt. empfohlener Verkaufspreis 549,-€

tw700 GrossansichtErster Eindruck:

Wow. Da hat man was in der Hand :mrgreen: Auch wenn die Frontblende aus Aluminium das Gerät noch etwas wuchtiger erscheinen lässt, so verstärkt sie noch eher den Eindruck von Robustheit und Wertigkeit. Das Gerät liegt gerade durch seine etwas dickere Bauform sehr gut und sicher in der Hand. Die gummiüberzogenen Android typischen Funktionstasten sprechen sehr gut an. An der Gehäuserückseite fallen die Schraube zur Verriegelung des Akkus und die spritzwasser- und staubgeschützt abgedeckte 5 MP Kamera mit LED Blitz auf. Wichtiges Detail: Auch wenn keine Handschlaufe der Verpackung beiliegt, so ist doch eine Öse dafür an der Unterseite des Gerätes vorhanden. Die beigelegte Gürteltasche fällt leider sehr eng aus was das entnehmen und verstauen des Geräts teils zum Kraftakt ausarten lässt.

Das Display ist auch bei Sonneneinstrahlung erstaunlich, Nein eher erfreulich gut abzulesen. Um eine Bedienung auch mit Handschuhen zu ermöglichen, ist ein resistiver Touchscreen verbaut der somit Multitouch kaum (nicht?!) unterstützt. Im Hinblick auf die Vorteile ist dies aber eher ein zu vernachlässigendes Manko.

Das System bietet die üblichen Smartphone Funktionalitäten und Programme. Allerdings ist ein Zugang zum Google Play Store nicht möglich. Dafür kann man aber über das Appcenter von AndroidPIT Apps laden und installieren. Das ist zwar kein vollwertiger Ersatz. Aber die meisten Apps welche man auf solch einem Outdoor Boliden braucht bekommt man so problemlos.

Vorinstalliert sind einige Anwendungen zur Outdoornavigation. So z.B. eine speziell gebrandete und angepasste Version des Magic Maps Scout für Android.
Gerade für Geocacher interessant sind die Apps GDAK (Geocaching Droid Army Knife) und Locus Free (oder Pro) und vor allem das legendäre c:geo . Welche man über das Appcenter installieren kann.
Damit hat man alles was das Geocacher Herz begehrt.

Also erst mal alles eingerichtet und nach Lust und Laune angepasst. Auch die Synchronisation der Kontakte, Mails und Termine mit meinem Google Account funktioniert reibungslos.

Nun aber hinaus in die Praxis:

Der erste Sat Fix braucht einige Minuten. Für neue Geräte bzw. lang nicht genutzte Geräte völlig normal. Dann zeigt sich das Gerät erfreulich präzise in der Positionsgenauigkeit. Immer wieder vergleiche ich mit meinem Garmin GPSMap62S und TwoNav Aventura und kann nichts nachteiliges feststellen. Allerdings neigt das tw700 doch mitunter eher dazu den Fix zu verlieren und braucht dann zwischen Sekunden und Minuten um wieder eine Position anzuzeigen. Das stelle ich vor allem immer wieder mal in dichtem Wald fest.

Als erstes geht es in den Tegeler Forst an einen über 20m hohen T5 Baumcache Unknown CacheDer Höhenflug . Hier will ich neben der Navigation vor allem die Kommunikation mit dem PMR Funkmodul testen. Der Baum ist mithilfe des tw700 schnell gefunden. Nach dem Aufbau der Technik und dem Seileinbau steige ich mit meinem Midland G8 BT Funkgerät auf und Kerstin als Bodencrew hält den Kontakt via tw700. Das funktioniert sehr gut. Nach dem Rollen- und Gerätetausch kann ich dann mit dem tw700 funken und mich von den Vorzügen dieses Multifunktionsgerätes überzeugen.

Von der ganzen Kletteraktion habe ich mal bei YouTube ein kleines Video eingestellt:

Danach sollte dann noch ein kleiner Tradi am Wege eingesammelt werden.
Traditional Cache Lange Lärche war das Ziel. Auch wenn die letzten Logs ein deutliches DNF verzeichneten, wollten wir uns den großen Baum ansehen und ev. doch den Cache finden. Aber auch wir mussten ohne Fund abziehen. Das lag aber keinesfalls am tw700 sondern an den Muggel’s welche den Cache offensichtlich geplündert haben.

Um das Gerät nun mal so richtig auf harter Tour zu testen, ging es letztes Wochenende nach Fürstenberg/Havel und an einige Wampenschleifer Lost Place Caches. Genau das richtige. Viel Kletterei, Grabbelei, Schmutz und Funkkommunikation durch Betonwände und Stahltanks hindurch sowie die Navigation zu vielen Stationen an teils recht schlecht zugänglichen Stellen mit mäßigem Sat Empfang. Besondere Highlights waren hier:

Multi-cacheDer Bibliothekar (D; ENG) und Multi-cacheDer Vorführer

Alles in allem überzeugte das tw700 hier durch gutes Handling und die praktischen Funktionen sowie klare Kommunikation.

Allerdings zeigten sich hier wieder die bekannten Probleme. Immer wieder mal Verlust des Sat Empfangs mit mitunter mehreren Minuten Wartezeit. Der PMR Funk welcher über eine App gesteuert wird, hat offenbar Probleme bei längerer Nutzung, wenn man die Subkanäle verwendet. Dann kommt es öfter zu Aussetzern und auch zum aufhängen der App, was sich nur durch Neustart des Handys beheben lies. Takwak arbeitet schon an Updates , die diese Fehler beheben sollen.
Alles in allem, bin ich sehr angenehm überrascht, wie gut es gelungen ist dem Ansatz „Eierlegende Wollmilchsau“ nahe zu kommen. Das Gerät wirkt und ist robust und bietet viele interessante Funktionen. Vor allem für den ambitionierten Geocacher aber auch andere Outdoorenthusiasten.

Noch nicht testen konnte ich die Gruppennavigation, mangels eines zweiten Gerätes.
Noch gibt es einige Schwächen. takwak arbeitet aber intensiv an der Fehlerbehebung.

Die Smartphonefunktionen sind ausreichend und Telefonie sowie mobiles Internet funktionieren sehr gut. Das fehlen von UMTS empfinde ich (für mich selbst überraschend) nicht als problematisch. Für die meisten Dinge reichte Edge bzw. GPRS völlig aus. Und gerade im Outdoorbereich ist hier eine Abdeckung mit UMTS sowieso nicht mal Ansatzweise flächendeckend vorhanden.

Inzwischen ist ein umfassendes Update erschienen, welches einige Verbesserungen beim GPS und Handyempfang verspricht.
Da ich mit dem Handyempfang keine Probleme hatte, kann ich zumindest dazu nichts sagen.

Aber der SAT-Fix ist nun erheblich schneller und stabiler. Zumindest sieht es nach einigen Tests danach aus.
Ich habe hier mal zwei Tracks mit Locus aufgezeichnet. In beiden Fällen saß ich in der S-Bahn bzw. auch in der Tram und bin einige hundert Meter zu Fuß gegangen.

Beim Track der nach dem Update aufgezeichnet wurde, fällt vor allem auf, dass es weniger Sprünge in der Höhe gibt. Ebenso machen sich Empfangsschwankungen (vor allem an/in den Bahnhöfen) nicht so stark bemerkbar.

Track vor dem Update am 18.11.2012

Elevation Profile
Track von 2012-11-18_154153

Nach dem Update am 20.11.2012

Elevation Profile
Track von 2012-11-20_184704

SPOT -Mehr Sicherheit auf Tour

SPOT

SPOT ein Satellitengestütztes Ortungs- und Notrufsystem. Schon lange habe ich mich mit dem Gedanken getragen, wie ich einen Notruf tätigen kann, wenn ich in abgelegenen Gegenden ohne Handyempfang unterwegs bin. Manchmal muss man dazu auch gar nicht so weit weg. Schon oft stand ich, mitten in Deutschland, buchstäblich im Wald, wenn ich mein Handy benutzen wollte. Und auf so mancher Tour, vor allem meinen Solotouren, hatte ich ein ungutes Gefühl, da es schlicht nicht möglich war Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen. Einerseits Segen (endlich Ruhe!!!) andererseits Fluch (was tun, wenn’s brennt??).

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Garmin Montana Touchscreen Probleme

Der neue Outdoor und Crossover Navibolide von Garmin, das Montana (600, 650 , 650T) beeindruckt ja besonders durch sein großes Display. Leider gibt gerade dieses aber bei einigen Geräten Anlaß zur Sorge. Offenbar kommt es bei einigen Geräten der ersten Produktionsserien mitunter zu dem Effekt das der Touchscreen gar nicht mehr bzw. an völlig anderen als der berührten Stelle reagiert. Eine Bildschirmkalibrierung hilft meist, wenn überhaupt, nur kurz bzw. führt mitunter zu einer Verschlimmerung des Problems.

In den meisten Fällen bei denen dies auftritt handelt es sich um ein Hardwareproblem. Nichtsdestotrotz sollte man immer erst mal schauen ob ein Firmwareupdate zur Verfügung steht ( Garmin Webupdater ). Wenn dies nicht der Falls ist bzw. nicht hilft, eine RMA Anfrage bei Garmin stellen.

In der Regel tauscht Garmin das Gerät problem- und kostenlos aus. Allerdings kommt es derzeit zu Engpässen aufgrund Zulieferschwierigkeiten, so das sich der Austausch auf mehrere Wochen hinziehen kann.

Auch ich musste meinen Montana 650 tauschen. Allerdings hatte ich das neue Gerät schon nach wenigen Tagen in meiner Hand und konnte inzwischen keine Probleme mehr feststellen.

Magellan Triton 2000

Kein „Bergfreund“. Aber ein GPS für „Männer“.

Als „eingefleischter“ aber nicht darauf fixierter Garmin User wollte ich schon immer einmal ein Gerät aus dem Hause Magellan testen.

Bisher sprach aber das eingeschränkte Angebot an Karten für Magellan Geräte und die Tatsache, dass ich sehr günstig die Garmin´s beziehen konnte dagegen.

Nun erhielt ich das Angebot, aus dem GPS Shop von Dantotec, das neueste Flaggschiff der Outdoorserie von Magellan, den Triton 2000, zu testen.

Nachdem ich mich im Web erst mal mit den Eckdaten und Features des Geräts vertraut gemacht hatte, konnte ich es kaum erwarten die Wunderwaffe in Händen zu halten. Und dann kam das Paket endlich. Also auspacken und…. Erster Eindruck: Wow, was für ein Bolide! Der Triton versucht nicht mit edlem Design und grazilem Äußeren zu punkten. Vielmehr scheint man bei Magellan auf die Vermittlung des Eindrucks von Robustheit und Stabilität zu setzen. Kriterien, die für ein Outdoorgps ja durchaus von hoher Wichtigkeit sind. Allerdings macht sich das auch in Größe und Gewicht bemerkbar. Der Triton bringt (mit Batterien), selbst gemessene, 240g auf die Waage. Der Oregon 300 hingegen nur 180g. Und auch das Format ist beachtlich. 15 x 7 x 3 cm groß ist der Triton. Demgegenüber der Oregon nur 11 x 6 x 3,5 cm. Die Displays: Triton 5,1 x 4,2 cm und der Oregon 4 x 6,5 cm.

Größenvergleich zwischen Garmin Oregon und Magellan Triton 2000

Nach einigen Tests in Berlin entschloss ich mich dann ausschließlich den Triton 2000 mit auf meine Dolomitentour zu nehmen. Batterien für ein zweites Gerät wollte ich nicht auch noch mitschleppen müssen. Immerhin ist der Triton (ebenso wie der Oregon) mit einer angenommenen Batterielaufzeit von ca. 8h kein Marathonläufer. Einiges an Einarbeitung war auch nötig um mich mit der Software und Menüführung des Triton vertraut zu machen. Die gerade mal 34 Seiten der Bedienungsanleitung waren dabei eine eher geringe Hilfe. Vor allem wenn man berücksichtigt, mit wie vielen Funktionen der Triton aufwartet. Auch wenn die Bedienungsanleitung des Oregon nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, so hat Garmin hier mit 48 Seiten einiges mehr beigelegt. Ohne die Hilfe aus dem Magellanboardwäre ich hier völlig aufgeschmissen gewesen. Dort konnte ich auf praktisch alle Fragen eine Antwort finden und mich intensiv auf den Test vorbereiten. Allerdings ist dieses Board eine rein private Initiative und nicht von Magellan betrieben. Umso dankbarer bin ich für die Unterstützung 🙂

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LOST in MV

Das Geocaching Megaevent!

Am Wochenende des 05.-07. August findet auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Pütnitz DAS Megaevent für jeden ambitionierten und interessierten Geocacher und alle die es vielleicht noch werden wollen statt.

Bereits jetzt wird mit mehr als 2000 Besuchern gerechnet.

Für Jung und Alt wird hier jede Menge Spaß und Action geboten.

Lost in MV

Rasterkarten auf Garmin Geräten

Rasterkarte (Google Earth) auf einem Oregon 300

Für Besitzer von Garmin Colorado, Oregon und Dakota Geräten, gibt es gute Neuigkeiten. Mit den neuesten Beta Versionen der Firmware hat Garmin die Unterstützung für „Garmin Custom Maps“ eingeführt.

Damit besteht nun endlich die Möglichkeit neben Vektorkarten auch Rasterkarten auf den Geräten zu nutzen.

Hierzu muss man ein sog. Bildoverlay mit dem Kartenausschnitt in Google Earth erstellen und ausrichten. Und dann dieses als KMZ Datei ins Gerät laden.

Anleitung dazu (in Englisch):

Creating Garmin Custom Maps in Five Easy Steps

Download der Beta Firmware:

Garmin Colorado, Oregon (200, 300, 400 und 550), und Dakota

Die Methode mit Google Earth ist allerdings noch ziemlich umständlich und birgt die Gefahr von Ungenauigkeiten. Wesentlich komfortabler ist es hierzu TTQV (Touratech Quo Vadis) zu nutzen. Dies bietet die Funktion des Exports direkt in eine KMZ Datei.

Diskussion und Anleitung dazu im TTQV Forum .

(Im Bild ist ein Ausschnitt der Google Earth Karte auf einem Oregon 300 zu sehen)